Barockschloss Moritzburg

Foto: © marge simpson / pixelio.de

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20 Autominuten vom Stadtzentrum in Dresden entfernt, liegt das Schloss Moritzburg, welches von einer traumhaften Kulisse, bestehend aus Wäldern und Teichen umgeben ist. Das repräsentative Lust- und Jagdschoss ist unter August dem Starken, König von Polen und Kurfürst von Sachsen errichtet worden. Das Schloss entstand auf den Mauern eines bereits bestehenden Baus aus der Renaissance. Hier zeugen noch heute kostbare Möbel, Porzellane und Gemälde eindrucksvoll von der Tafel- und Wohnkultur am Hof des 18. Jahrhunderts.

Die Highlights von Schloss Moritzburg

Das Schloss Moritzburg gilt als Bilderbuch der antiken Mythologie, welches durch großflächig verzierte Ledertapeten definiert wird. Hier befindet sich eine der größten Trophäensammlungen in ganz Europa, welche an die Jagdlust erinnert, wie sie beim wettinischen Herrscher und seinen Gästen existent war. Das Porzellanquartier im Schloss Moritzburg ist inzwischen wiedereröffnet worden und gilt neben dem Moritzburger Federzimmer, welches einige Legenden zu erzählen hat und mit dem Paradebett von Augustus dem Starken ausgestattet ist, als eindrucksvoller Höhepunkt des Schloss Moritzburg, welcher seine Besucher mit knapp zwei Millionen farbigen Federn beeindruckt.

Die vielfältige Nutzung der Schlossanlage

Besonders im Sommer zieht das Schloss Moritzburg viele Besucher an. Das liegt unter anderem daran, dass sich die gesamte Schlossanlage innerhalb eines Teiches befindet, welcher zu ausgedehnten, idyllischen Spaziergängen einlädt. Das barocke Schloss fungierte im 18. Jahrhundert als Jagdaufenthalt für den Kurfürst Friedrich August von Sachsen, welcher als August der Starke bekannt war und die Schlossanlage aufgrund der prachtvollen Kulisse auch gleichzeitig für königliche Lustbarkeiten nutzte. Wer im Sommer einen Ausflug zum Schloss Moritzburg unternimmt, sichert sich tiefe Einblicke in das Leben am Hof, wie es zu damaliger Zeit geführt wurde. Im Winter findet man im Schloss Sonderausstellungen, wie die leider nicht mehr fortgeführte Aschenputtel Ausstellung, die zeigte, wie die DEFA in DDR-Zeiten große Teile des bekannten Märchenfilms „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ hier drehte.

Das Schloss und seine Geschichte

August der Starke feierte auf Schloss Moritzburg ausschweifende Feste und zelebrierte regelmäßig Jagdfeste, weshalb es in der barocken Schlossanlage auch viel Geschichte zu erleben gibt. August der Starke träumte vom sogenannten Tempel der Diana, welcher von zahlreichen Tiergehegen umgeben ist, in denen unter anderem Löwen, Wisenten und Geparden gehalten werden. Die Geschichten basieren auch auf opulente Festmahle, welche August der Starke für sich und seine Gäste ausgerichtet hat, sowie auf inszenierten Seeschlachten, welche auf dem Schlossteich geführt wurden. Wer bei seinem Besuch wirklich alle Geschichten rund um August den Starken hören möchte, sollte das unterhaltsame Führungsangebot in Anspruch nehmen.

So klingt ein Tag auf Schloss Moritzburg aus

Direkt hinter der Schlosslandschaft befindet sich ein Park, welcher eine Oase der Ruhe darstellt. Hier haben die Besucher die Möglichkeit, einen ausgedehnten Spaziergang nach dem Schlossbesuch zu machen und dabei die idyllische Kulisse des Gartens zu genießen. Der Park ist nie vollendet worden, weshalb sich die ursprünglich geplante Dimension bestens vorstellen, beziehungsweise erahnen lässt.

1 Kommentar bei “Barockschloss Moritzburg

  1. Doris Schroeder
    12. Mai 2014 at 19:25

    Wir haben das Schloß vor 2 Jahren angeschaut. Das Schloß an sich ist sehr nett. Im Vergleich zu dem Schloß in Dresden viel weniger überlaufen. Und dazu ein Audioguide, der nicht bloß beschreibt, was man eh schon sieht, sondern sinnvolle Hintergrundinformationen liefert. Meine Empfehlung für einen Besuch!

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