Die Semperoper in Dresden

Foto: © bildpixel  / pixelio.de

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Die weltbekannte Semperoper in Dresden ist das Opernhaus der Sächsischen Staatsoper Dresden. Es gehört zwar nicht zu den größten, aber es ist sicherlich eines der schönsten Opernhäuser in Europa. Nicht immer geht es hier reibungslos zu, aber wer einmal diesen Bau betreten hat, der wird bestätigen können, dass dieses Gebäude etwas magisch beeindruckendes hat.

Geschichtliches zum Bauwerk

Die Semperoper ist das sog. zweite Hoftheater. Sie wurde in den Jahren 1871 bis 1878 neben dem Standort des abgebrannten ersten Hoftheaters (1869) in der Dresdner Altstadt errichtet, das auch schon vom Architekten Gottfried Semper entworfen wurde. Der war beim Bau jedoch nicht anwesend, weil er im Jahre 1849 wegen seiner Teilnahme am Maiaufstand aus Dresden fliehen musste. Auf Drängen der Dresdner Bevölkerung erstellte es die Baupläne jedoch aus der Ferne und sein ältester Sohn Manfred Semper übernahm die Bauaufsicht vor Ort.

Königsloge in der Semperoper Foto: © Birgit Winter  / pixelio.de

Königsloge in der Semperoper
Foto: © Birgit Winter / pixelio.de

Die Bombenangriffe vom Februar 1945 verwandelten das Opernhaus in eine Ruine. Nur dem großen Engament einiger Künstler, Architekten und Bürger war es zu verdanken, dass das Haus nach dem Krieg nicht abgerissen wurde und im Jahr 1977 mit dem Wiederaufbau nach Sempers Plänen begonnen werden konnte. Die Entwürfe Sempers hatten den Krieg heil überstanden und dienten nun der originalgetreuen Wiederherstellung der Räume. Am 13. Februar 1985 fand die Einweihung des neuen Opernhauses mit einer festlichen Aufführung des „Freischütz“ von Carl Maria von Weber statt.

Leider gab es beim Hochwasser von 2002 erneut große Schäden. Das Opernhaus musste daraufhin für kurze Zeit schließen.

Prächtige Architektur

Die Semperoper hat eine elegante, würdevolle und festliche Ausstrahlung. Man merkt, dass man etwas Wunderbares betritt und erkennt den Stil der Neo-Renaissance mit teilweise barocken Elementen. Schon das Theaterportal ziert eine bronzene Panther-Quadriga mit Dionysos und Ariadne. Statuen von Johann Wolfgang Goethes und Friedrich Schillers säumen den Eingang. Das Foyer, die seitlich angebauten Treppenhäuser, der Zuschauerraum und der 40 m hohe Bühnenturm sind schon von außen zu erahnen.

Der Zuschauerraum ist edel ausgestaltete und verfügt über 1.323 Sitzplätze. Die Akustik im Raum ist ausgezeichnet. Ein perfekter Ort für einen Ball, den sehr beliebten Dresdner Semperopernball.

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