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Nikolaikirche Leipzig

In der Nikolaikirche fanden im Herbst 1989 die sog. Friedensgebete statt. Die daran anschließenden Montagsdemonstrationen leiteten die friedliche Revolution in der ehemaligen DDR ein.

Nikolaikirche im Zentrum von Leipzig

Nikolaikirche im Zentrum
© cossac / PIXELIO

Die Nikolaikirche gehört zu den bekanntesten Kirchen Leipzigs. Berühmt wurde sie insbesondere, als hier im Herbst 1989 mit Friedensgebeten und den anschließenden Montagsdemonstrationen die friedliche Revolution in der ehemaligen DDR eingeleitet wurde. Der anschließende Mauerfall in Berlin und die Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1990 waren die Folge. Die mit 63 Metern größte Kirche Leipzigs gehört allein der evangelischen Kirche, wird aber von beiden Konfessionen, also auch von der katholischen Propsteigemeinde zur sonntäglichen Messe und anderer Feiern genutzt.

Geschichte

Ursprünglich im Jahre 1165 im romanischen Stil als Stadt- und Pfarrkirche St. Nikolai erbaut, erfolgten im 15. und 16. Jahrhundert Erweiterungen und der vollständige Umbau zur dreischiffigen spätgotischen Hallenkirche. Durch den Leipziger Stadtbaumeister Johann Carl Friedrich Dauthe wurde das Innere der Kirche in den Jahren 1784 bis 1797 komplett im klassizistischen Stil umgebaut. Zahlreiche Gemälde des Leipziger Akademiedirektors Adam Friedrich Oeser wurden für die klassizistische Ausstattung der Kirche geschaffen.

Im Inneren der Nikolaikirche

Im Inneren der Nikolaikirche
© cossac / PIXELIO

Ab Anfang der 1980er Jahre fanden in der Nikolaikirche die sog. Montagsgebete statt. Sie waren Ausgangspunkt der späteren Montagsdemonstrationen, die gegen das DDR-Regime gerichtet waren. Zunächst noch wenig beachtet gingen Ende der 1980er Jahre allwöchentlich mehr als 100.000 Menschen auf die Straßen Leipzigs, um für Demokratie, freie Wahlen, Reisefreiheit und die Einheit Deutschlands zu demonstrieren. Trotz Aufmarsch der DDR – Kampfgruppen blieben die Demonstrationen friedlich. Zur Erinnerung an die Montagsdemonstrationen und die friedliche Revolution wurde im Jahr 1999 auf dem Nikolaikirchhof vor der Kirche die Friedenssäule errichtet.

Die Orgel

Die Orgel der Nikolaikirche geht auf ein Instrument von Friedrich Ladegast aus dem Jahr 1862 zurück, welches damals die größte Kirchenorgel Sachsens war.

Adresse / Kontakt

Nikolaikirche Leipzig
Nikolaikirchhof 3
04109 Leipzig

Fon: (03 41) 9 60 52 70
Fax: (03 41) 9 60 56 61

Lage

Besucher finden die Nikolaikirche mitten im Zentrum, zu Fuß ca. 8 Minuten vom Hauptbahnhof entfernt. Im Nikolaikirchhof, gleich neben der Nikolaikirche findet man die Alte Nikolaischule, die 1511/12 als erste Leipziger Stadtschule errichtet wurde. Unter den Schülern findet man Namen wie z.B. Leibniz, Thomasius und den in Leipzig geborenen Richard Wagner.


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(10.04.2009)

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