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Schloss Kuckuckstein
Über der kleinsten Stadt Sachsens thront das kleine aber feine Schloss Kuckuckstein, dass nach über 1.000 jähriger Geschichte einen Besitzer gefunden hat, der auch die Öffentlichkeit an seinem Traum teilhaben läßt.

Schloss Kuckucksstein in Liebstadt
Geschichte
Die Geschichte des Schlosses reicht weit zurück. Es wird angenommen, dass die Burg um 930 unter Heinrich I. als Grenzfeste entstanden ist. Erstmalig urkundlich erwähnt wurde das Schloss im Zusammenhang mit der Belehnung von Günther und Heinrich von Bünau durch den Markgrafen Friedrich den Jüngeren am 4. September 1410. Diese standen während der Dohnaischen Fehde auf der Seite des Markgrafen von Meißen und erhielten im Gegenzug Teile der Besitztümer des Burggrafen von Dohna. Später folgte die bekannte Familie von Carlowitz als Besitzer von Schloss Kuckuckstein.
Im September 1813 übernachtete dann auch Napoléon I. im Schloss. Seine Armee die noch über 400.000 Mann stark war, lagerte in der Stadt und in der Umgebung. Nur wenige Wochen später wurden sie in der Völkerschlacht bei Leipzig entscheidend geschlagen.
Nach 1945 ging das Schloss in Volkseigentum über, ab 1954 wurde ein Museum eingerichtet. Nach der Wende gab es einige Probleme bei der Ausschreibung. Seit 2007 befindet sich nun das alte Gemäuer in Privatbesitz. Es soll nach und nach saniert werden und sowohl privat als auch öffentlich genutzt werden.
Das Schloss
Schloss Kuckuckstein ist im Vergleich zu vielen anderen sächsischen Schlössern klein. Es beeindruckt aber durch seine Mauerstärken von bis zu 3,50 m in den Kellern und durchschnittlich 1,50 m in den verschiedenen anderen Teilen der Anlage. Erkennbar sind romanische und gotische Elemente. Besonders sehenswert ist der Hof, der Rittersaal und das Gerichtszimmer. Der Rittersaal ist ein idealer Ort um romantische Hochzeiten zu feiern.
Adresse / Kontakt
Am Schloßberg 1
01825 Liebstadt
Telefon: 035025 / 12770
April-September
Do-So 10-18 Uhr
Oktober-März
Fr-So 11-17 Uhr
Auch die Freimaurer haben im Schloss eine lange Tradition – die Freimaurerloge beweist dies. Im sog. Napoleonzimmer hat der neue Hausherr sein Büro eingerichtet.
Heute werden vorher angemeldete Führungen (30-60 Minuten) durch das Schloss angeboten.
Eintritt: € 3,00
ermäßigt: € 2,00
Achja, warum das Schloss seit 1791 ausgerechnet Kuckuckstein heißt ist bisher nicht geklärt.
Tags: Freimaurer, Freimaurerloge, Markgrafen von Meißen, Museum, Napoleon, Schloss, Schlösser, Schlossmuseum
(07.04.2009)
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