Schwarzenberg – zurück in längst vergangene Zeiten

Foto: © Marco Barnebeck / pixelio.de

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Die entzückende, im sächsischen Erzgebirgskreis gelegene, Kleinstadt Schwarzenberg, wird Sie in eine längst vergangene Zeit versetzen. Die im Jahr 1282 erstmals urkundlich erwähnte 17.500 Einwohner-Stadt, liegt inmitten eines großen Bergkessels, umgeben von romantischen, steilhängigen Felsen. Die im südwestlich des Erzgebirges gelegene, mittelalterliche Stadt, fällt vor allem durch das Schloss mit Kirche auf. Geprägt wird das Landschaftsbild auch durch eine große Schleife des Schwarzwassers, der das Stadtgebiet umsäumt. Ursprünglich diente Schwarzenberg als Befestigungsanlage, um den wichtigen Handelsweg zwischen Böhmen und Pleißenland zu schützen. Heute bietet diese geschichtsträchtige Stadt ihren Besuchern ein Stück lebendige Geschichte, mit vielen attraktiven Sehenswürdigkeiten.

Eine Stadt mit Geschichte und bekannten Persönlichkeiten

Man geht davon aus, das die Befestigungsanlage vom Herzog Heinrich II. von Österreich errichtet wurde, der als erster urkundlich erwähnte Besitzer der Herrschaft Schwarzenberg aufscheint. Grabungen und Keramikfunde lassen aber vermuten, dass diese Region bereits um 1150 besiedelt wurde. Die Schwarzenberger Burg war der Ursprung für eine weitere Besiedelung der umliegenden Dörfer, die später Stadtteile von Schwarzenberg wurden. Begründet durch ihre Lage am Erzgebirge, wurde die Bergbautätigkeit für die Bewohner der Stadt immer wichtiger. Bekannte Persönlichkeiten aus Schwarzenberg sind unter anderem die 1976 verstorbene Sängerin Elisabeth Rethberg, der Kabarett-Autor Helmut Schneller sowie der Heimat- und Mundartschriftsteller Manfred Blechschmidt. 1984 erlangte Schwarzenberg in Sachsen zur überregionalen Bekanntheit, als der Schriftsteller Stefan Heyms den gleichnamigen Roman veröffentliche, der in der Nachkriegszeit in Schwarzenberg spielt.

Mythisches Schwarzenberg

Angeblich, so wird die Entstehung des Wappens begründet, versuchte der Drachentöter Ritter Georg den Lindwurm des Schwarzenberger Totensteins zu erlegen. Als er vor dem Untier flüchten wollte, wagte er mit seinem Pferd einen Sprung über das Schwarzwasser. Leider kam er dabei ums Leben. Aber noch heute soll man den Hufeisen-Abdruck am Fluss erkennen können. Mögen Sie Gruselgeschichten, dann sollten Sie unbedingt dem Schloss Schwarzenberg einen Besuch abstatten. Denn dort geistert noch heute Euphemia von Tettau als Geist herum. An der Straße nach Jägerhaus wurde in vergangenen Zeiten gerne von der „Weißen Frau“ berichtet, die dort ihr Unwesen treibt. Bekannt in Schwarzenberg sind auch die Sagen über den unheimlichen Wildenauer Grundtümpel und über das Hammergespenst in Erla. Bildlich dargestellt werden diese beiden Sagen an einer Hauswand im Ratskellergäßchen.

Sehenswertes in der mittelalterlichen Stadt

Neben dem Schloss mit ihrer barocken St. Georgen Kirche, bietet Ihnen das Museum Schloss Schwarzenberg viele Ausstellungsstücke über die Geschichte der Stadt, des Schlosses und des traditionellen Handwerks der Region. In Schwarzenberg befinden sich außerdem zahlreiche, historische Bauwerke. Allein ein Stadtbummel wird Ihnen umfangreiche Eindrücke einer anderen Zeit vermitteln. Die Stadt ist auch bekannt für ihre ganzjährig abgehaltenen Theater- und Musikveranstaltungen. Der Weihnachts- und der Ostermarkt bieten Ihnen ganz besondere Highlights, mit zahlreichen Verkaufsständen und Paraden mit Bergbrüderschaften und Knappenschaften aus der Umgebung.

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